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| Bericht des Pressewart über die Deutsche Meisterschaft "FITA im Freien" 2004 in Lindow |
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| Deutsche Meisterschaft "FITA im Freien, 03. - 05.09.2007, Lindow/Neuruppin |
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| Jutta und Ulf |
Vom 03.09. - 05.09.2004 wurden in Lindow/Neuruppin in Brandenburg die diesjährigen Deutschen Meisterschaften der Bogenschützen in der Disziplin „FITA im Freien“ ausgetragen. Aus Delmenhorst hatten sich 2 Schützen von Sagitto Delmenhorst e.V. qualifiziert. Ulf Opitz erreichte bei seinem ersten Start in der Altersklasse unter 49 Teilnehmern einen hervorragenden 5. Rang, Jutta Schneider-Borns gewann in der Damenklasse die Silbermedaille.Die Deutschen Meisterschaften werden als „olympische Runde“ ausgetragen. Es werden 2 Durchgänge mit jeweils 36 Pfeilen geschossen. Nach jeweils 6 Pfeilen (1 Passe) erfolgt die Trefferaufnahme. Geschossen wird in allen Klassen ab Junioren aufwärts auf eine Distanz von 70 m. Der Scheibendurchmesser beträgt insgesamt 122 cm, wobei aber das angestrebte Gold nur 24 cm misst. Ulf Opitz startete am 03.09. in seiner Klasse. Er hatte sich zum ersten Mal für eine Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Bereits auf der Landesmeisterschaft hatte sich angedeutet, dass er seine Leistung auf hohem Niveau stabilisiert hatte. So war nach den Ergebnissen der letzten Meisterschaften durchaus eine Platzierung im ersten Drittel des Feldes möglich. Seine eigenen Erwartungen waren eher skeptisch. Bereits die Qualifikation war ein Erfolg.Ulf Opitz begann die 1 Passe etwas verhalten mit dennoch guten 48 Ringen. Danach aber schoß er die restlichen 5 Passen des ersten Durchgangs auf hohem Niveau und erzielte von ihm noch nie geschossene 308 Ringe. Er hatte sich bereits jetzt Vorderfeld platziert. Den 2. Durchgang begann er so konzentriert, wie er den 1. Durchgang beendet hatte. Es gelang ihm, alles im Training geübte umzusetzen und bis zum Ende durchzuhalten. So durchbrach er mit 302 Ringen nochmals die 300er-Schallmauer. Hervorragende 610 Ringe im Gesamtergebnis bedeuteten den von ihm nie erwarteten 5. Rang. Nur 2 Ringe trennten ihn vom Bronzerang, 7 Ringe waren es bis zur Goldmedaille. Damit ist Ulf Opitz in der Spitzengruppe der Altersklasse angekommen.Jutta Schneider-Borns hatte sich eigentlich nach vielen erfolgreichen Jahren im Spitzensport mental entspannen wollen. Wegen der unerwarteten und ungeplanten Teilnahme an der Feldbogenweltmeisterschaft wurde der Recurvebogen bis Mitte Juli beiseite gelegt. Ende Juli stieg sie wieder ins Training ein, da die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft geplant war. Selbst ohne besondere Ambitionen sollte natürlich eine ansprechende Leistung erzielt werden. Auch in der Damenklasse wird die „olympische Runde“ geschossen. Hier werden aber zusätzlich Eliminations- und Finalrunden nach dem K.O.-System ausgetragen. Die 32 besten Schützinnen der Qualifikation erreichen die 1. Eliminationsrunde. Jutta Schneider-Borns begann ihren Wettbewerb konzentriert und zeigte keine Schwäche. So platzierte sie sich sehr schnell unter den ersten 6 Schützinnen des Feldes. Leichte Verschiebungen ergaben sich nach jeder Passe, aber mit soliden 310 Ringen beendete sie den 1. Durchgang auf einem sicheren Endrundenplatz.Auch im 2. Durchgang lieferte Jutta Schneider-Borns eine gute Leistung ab. Ohne jeglichen Druck konnte sie ihre Passen absolvieren. Mit sehr guten 619 Ringen beendete sie die Qualifikation auf dem 5. Rang. In der den Eliminationsrunden (1/16, 1/8) werden 18 Pfeile geschossen, in den Finalrunden (1/4, 1/2, Finale) nur noch 12 Pfeile. Hier kann bereits ein missglückter Schuss die Entscheidung bedeuten.In der 1/16-Elimination traf Jutta Schneider-Borns auf Doris Floto. Sie entschied dieses Match deutlich mit 156:139 Ringen für sich. Ebenso deutlich mit 161:145 Ringen besiegte sie in der nächsten Runde Sabine Höhn. Im 1/4-Finale traf sie auf die Olympiateilnehmerin Wiebke Nulle. Diese beiden hatten schon viele Finalmatches mit wechselndem Erfolg ausgetragen. Nach der 1. Passe (jetzt nur noch 3 Pfeile) lag Wiebke Nulle mit 1 Ring in Front, aber Jutta Schneider-Borns konnte bereits in der 2. Passe ausgleichen. Wiebke Nulle verlor die Nerven und so konnte Jutta Schneider-Borns mit einer sehr guten Passe mit 7 Ringen in Führung gehen. Diese Führung gab sie nicht mehr ab und gewann mit 103:96 Ringen.Im 1/2-Finale gegen Sylvia Frank lag sie bereits nach der 1. Passe mit 5 Ringen vorn. Diese Führung gab sie nicht mehr aus der Hand und erreichte so (nicht unbedingt erwartet) das Goldfinale. Hier traf sie auf Christine Schäfer, die ihre Matches ebenfalls souverän gewonnen hatte. Nach der 1. Passe herrschte noch Gleichstand, aber in der 2. Passe geriet Jutta Schneider mit 5 Ringen in Rückstand. Dies konnte sie trotz guter 3. und 4. Passe nicht mehr ausgleichen, da auch Christine Schäfer weiter auf hohem Niveau schoß und sich keine Schwäche leistete. So konnte sich Jutta Schneider-Borns über die errungene Silbermedaille freuen. Mit 4 Gold- und 2 Silbermedaillen in dieser Disziplin in den letzten 10 Jahren hat Jutta Schneider-Borns mit weitem Abstand aller deutschen Schützinnen die beste Bilanz. |
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